Aktualisiert am 20.09.16 Site  Warframe

 

Teil3

...ein neuer Tag, der nächste Klick, weiter im Karussell der geschmiedeten Verse aus der singenden, klingenden Tasteratur. Diesmal, so dachte ich mir, gibt es etwas völlig anderes. Jawoll. Noch’n Gedicht?! ;)


Ein Kamerad bricht gen Osten
--.....auf

Im Osten war das Gras noch grĂĽn,
der Tau so frisch und furchtbar nass.
Und roch er etwas nach Benzin,
vom Russenpanzer fiel ein Fass.

Im Walde spielt verliebt der Wind
mit Eichen, Buchen, Lärchen,
und wenn man lange blieb ein Kind,
glaubt man auch dieses Märchen.

Im Felde wogt das volle Korn
und kĂĽhl war stets die Flasche.
Ist man erstmal hineingebor´n,
dann Friede deiner Asche.

Ein Paradies fĂĽr rote Fahnen,
nichts lieĂź der Staat verschwinden.
Es gab das Ausland und Bananen ,..
man musste sie nur finden !

Die Sonnenblumen hatten Kerne,
das Essig war nie sauer,
und lockt der Teufel aus der Ferne,
gabs Gottseidank die Mauer.

Das ganze Leben war ein Rummel,
man dreht sich, wenn gesoffen hat.
Der Teil Berlins, der kleine Stummel,
war eh der beste dieser Stadt.

Die Wessis taten uns so leid,
besezt von 3 Macht-Tussen,
und hier war´s schön zu dieser Zeit,
wir hatten nur die Russen.

Ich weiss noch, wie der Erich winkt,
das Lammkotelett im Knast,
wie lieblich es nach Stasi stinkt,
...da habt ihr was verpasst !

      Seid bereit, Immer breit  !  Moppel
 

Jetzt wird’s gleich am Anfang kompliziert! Aber wer so einiges wiedererkennt, muĂź mir zustimmen. Wenn ich nicht irre, passte auch schon damals nicht das ganze 10-er Quartal in ein einziges StĂĽck und das Thema kommt immer wieder hoch. *g


Verpuffung

Ein alter Zausel nahm sein Geld,
ging hin zur roten Lampe.
Sucht sich ne Frau, die ihm gefällt,
die aufgeblähte Schlampe.

Im Separeé das Licht gedimmt,
sie lacht und lässt ein fahren,
ob bei ihm auch der Blutdruck stimmt,
so wie vor hundert Jahren.

Wart es ab, es kommt noch schlimmer,
sprach und legt das Ă–dland frei.
Oh Gott, erschrak das Frauenzimmer
und prĂĽft, ob es was echtes sei.

Er legt die Scheine auf das Bett
und zerrt an ihren Haaren.
Darauf bedankt sie sich adrett
und lässt noch einen fahren.

Nun sind sie beide endlich nackt,
er wirkt etwas benommen,
er taumelt kurz, der alte Sack,
fragt, bin ich grad gekommen ?

Als Antwort lieĂź sie einen Furz,
sein Hirn kämpft mit dem Nebel,
dann kippt er um, ein harter Sturz,
war doch zu hoch, der Pegel.

Sein Dasein wollt zu Ende sein,
Genuss wollt er, in MaĂźen.
Sie zählt solange Schein für Schein,
umhĂĽllt von neuen Gasen.

Der alte Zausel wird nun kalt,
die Seele folgt dem Lichte.
Nur eines raubte ihm den Halt,
die Hur war nicht sehr dichte.

Derweil, fĂĽnf Meter neben ihm,
am Geld zusammenkratzen,
die Dirne liess noch einen ziehn,
sie wĂĽrd so ungern platzen.

Der Tag war gut, der alte Mann,
er starb an ihren DĂĽften.
Das war es, was sie wirklich kann,
sich sehr gut durchzulĂĽften.

Sie stampft nach unten an die Bar
mit etwas roter Nasen,
gefragt, wie´s mit dem Zausel war,
„Der stand total auf Blasen.“

Ein jeder nickt, tut wissentlich,
im Darm rumoren Dämpfe,
und ganz diskret, geflissentlich,
vermeidet sie die Krämpfe.

Die Freier, noch ganz jung an Jahren,
bemerken es, doch gibt´s kein Zoff.
So hat die Wissenschaft erfahren,
wie tödlich Schwefelwasserstoff.

                 Gasmann Moppel
 

Sachen gibt’s !! *feix,  Aber er hat es ja so gewollt.


Worsteleien

Im Kompresser wird viel Luft komprimiert,
der Agressor stets agressiv reagiert,
ein Prozessor gelangweilt herumprozessiert,
Professor sich durch seine Brill profiliert.

Der Wortschatz schlägt hier Amplituden,
es frequentiert, ist nicht zu zählen.
Manifestiert ist es im Duden,
weil scheinbar uns die Worte fehlen.

Da lob ich Worte mir, wie "Stroh",
statt Kornabraum und Abprodukt.
Ich geh viel lieber auch auf´s Klo,
als zum Entleerungsviadukt.

Ein Dauerlauf durch die Natur
ist Jump´n Run und Joggen.
Statt Pickel hab ich Akne nur
und Gehwerkzeug im Socken.

Vorbei die Zeit vom Unterhalt,
man zahlt heut Alimente,
wenn ich dann doch etwas behalt,
dann sind das nur Fragmente.

Und heb ich mir mal etwas auf,
muss ich das archivieren.
Hab ich dann einmal Bock darauf,
hilft nur reanimieren.

Als der Pendant vom Sommer kam,
es war so schön zu frieren,
dann zog ich mir die Jacke an,
heut tut man isolieren.

Oh deutsche Sprach, oh Vaterland,
oh Schrippen, Brötchen, Kleingebäck.
Es war so schön, als ich verstand,
denn wer nicht da ist, der ist weg.

              eskalierter Moppel
 

Mal gut, das da nicht zu viel Englisch bei ist. Da könnte man glatt durchdrehen, oder auf neudeutsch, eine kreisrunde Rotation assimilieren.


Wie erwähnt, die Weisheit des Löffels, der nicht existiert und solch Zauberkunst ist irgendwie erschrecklich.

Feeläufig

Einmal des Nachts im Zauberwald,
verging sich eine Fee,
ganz unsittlich und mit Gewalt,
an Peter Pan im Schnee.

Dem armen Bub war Angst und Bang
und dacht, er hätt getrunken.
Der Feenstab war  hart und lang
und sprĂĽhet bunte Funken.

Doch half ihr nicht die Zauberei,
der Peter stand behaftet.
Ein Kind sei er und blieb dabei,
das hat sie nicht verkraftet.


Wenn feengleich im Abendrot
ein Elfenweib mit PrĂĽgel droht,
dann bĂĽck dich tief in deiner Not,
sie denkt vielleicht, du wärst schon tot.

Dann klappt sie ihre FlĂĽgel ein
und fährt in aus, den Heil´genschein.


Der Tag war kurz und siehe da,
die zarten FlĂĽgel umgeschnallt,
es dunkelt und die Nacht ist da
und wieder bebt der Zauberwald.

Die Zwerge machen sich ganz klein,
der Eulenkopf rotiert,
die Geisslein lassen sie nicht rein,
dem Tod das Blut gefriert.

Gefriert, verfĂĽhrt und jubiliert,
sie glaubt nicht, das man sich so ziehrt.

Und doch hat sie den Schalk im Nacken,
sowie in ihrer Lende.
Sie will das GlĂĽck am Hintern packen,
bis hin zum feuchten Ende.

Wenn feengleich die Abendröte,
stillen will nur ihre Nöte
und es verlangt nach deiner Flöte,
küss sie, dann wird auch sie zur Kröte.

Dann steckt sie ihre FlĂĽgel ein,
im Feenstab den Akku rein
und bĂĽrstenlos in ihrer Pein
benutzt sie ihren Heil´genschein.

           Gnomus Mopplus oxidiero
 


Dieses Werk zielt auf die Urängste der gedichtverliebten Minderheit, die in jedem Text, der sich nur irgendwie reimt, die absolute Poesie zu finden glauben. Ich glaubte das bis eben selbst. ;-)

Aufbruch

Vergessen im Strom der Ewigkeit,
verloren im Licht,
ohne Pflicht.
Verweht, als kam des Sturmes Zeit.
Ratlos Gesicht
beim jĂĽngsten Gericht.
 
Vergangenheit, die glanzvoll war,
es zeugt das Lied,
welch´s davon blieb,
von Hoffnung, Liebe, ganz und gar.
ErfĂĽllung sieht
und fort uns trieb.
 
Der Zahn der Zeit am MĂĽhlenrad
nagt mit VerdruĂź
am LebensfluĂź,
und ist verschlungen auch der Pfad,
des Daseins Kuss
birgt den Genuss.
 
Die Schale bricht, es kratzt ein Strahl
mit aller Macht
am Ruf der Nacht,
und Farben, die vor kurzem fahl,
erscheinen sacht
in voller Pracht.
 
Ein Vöglein singt den Tag zurück,
es jubiliert
ganz fasziniert.
Das GlĂĽck zeigt sich ein kleines StĂĽck,
ganz ungeniert
wird es verfĂĽhrt.
 
Wenn einmal wilde Winde tosen
und die Zeit
sich vor uns treibt,
Gedanken an die Grenzen stoĂźen,
mit Sicherheit
es nicht so bleibt.
 
So schicksalhaft ist unser Sein,
so sehr labil
und doch stabil.
Vertrau dem Ruf im Herzen dein,
leb mit GefĂĽhl,
dies sei das Ziel.

                Der warme Poet Moppel
 


Rummelimpressionen

Ja, so ein frisch gepflegter Bummel
über´n engen, lauten Rummel,
der ist nur gut, lässt du dich stressen.
Hast du dein Geld auch nicht vergessen ?

Ein Schritt in Richtung Zuckerwatte,
steht Rudolf Kunze auf der Matte.
Doch leider hört dein rechtes Ohr
ganz deutlich noch den Männerchor.

Ein Penner bettelt um ne Mark
und du bist kurz vorm Herzinfarkt.
Dann hat ein Clown dich auch entdeckt,
Konfetti dir im Auge steckt.

Doch plötzlich stehst du an dem Tresen
und denkst, wär der nicht hier gewesen,
befreit aus frecher Buben Klauen,
kannst endlich du ein Bier verdauen.

Da tritt dir jemand auf den FuĂź
und formt den Mund zum freien KuĂź.
Du schaust dein Glasl fragend an
..und gibst es diesem alten  Mann.

Der Weg fĂĽhrt dich zum Feuerschlucker
und gibst dem Affen mächtig Zucker.
Er atmet ein und hustet nur.
Das wars fĂĽr heut und die Frisur !

Drei hübsche Mädchen, kurz berockt,
da wärst du gerne angedockt,
doch hatten die was andres vor,
nun glĂĽht die Wange und das Ohr.

Am Rummel kann so viel passieren,
man könnt das Gleichgewicht verlieren.
Ob das am schlechten Weine lag
erfährst du erst am nächsten Tag.

Und bei so vielen Attraktionen
wĂĽrd sich der Weg auch dann erst lohnen,
hast nach fĂĽnf Stunden null Elan,
lachst tot dich in der Geisterbahn.

Dein Kopf ist schwer, die Augen blind,
ein Zug fährt durch den Schädel.
Gefahren, derer viele sind,
bis auf die nackten Mädel.

Konkret gesagt, ist Eierlaufen
gefährlicher als Preisbiersaufen.
Am schlimmsten ist beim Röhrchen schiessen
das permanente Blutvergiessen.
Beim Budenzauber brennt die Hose,
das Geld ist weg, dank vieler Lose.

Und ist man dann nach Haus getrottet,
hat sich vorm Fernseher eingemottet,
entspannt, dann schaltest ein SAT 1,
... zehn Stunden Karneval in Mainz.

             Uffta Uffta Tätärä  Moppel
 

Sollte es wen geben, der sich die Sache schon einmal nĂĽchtern betrachtet hat, wĂĽrde ich gerne die Telefonnummer von seinem Beruhigungsmittel wissen.


Dr. Tarzans Schrei-Therapie

Vor Jahren, anno dazumal,
begann sein Herz zu pochen.
Sein Schädel war zwar noch recht kahl,
hat auch nicht gut gerochen.

So begann sein Leben völlig unspektakulär !

Wie Tarzan in den Urwald kam
ist immer noch recht ungeklärt.
Ob er sich eine U-Bahn nahm,
war er zu FuĂź oder zu Pferd ?!

Er wird sich hingehangelt haben !

So schwang er sich von Ast zu Ast,
doch kam es vor, zuweilen,
das er den nächsten hat verpasst,
doch KnochenbrĂĽche heilen !

Er trug nur den Lendenschurz, um seine Wunden besser zu sehen !

Wenn er in dem Zusammenhang,
begriff, er wird hart landen,
und war der Fall besonders lang,
... so ist sein Schrei entstanden !

Da wurde ihm die Zeit bis zum Aufschlag nicht so lang !

                               Auiahahahaualo-Moppel
 

Das erste Gedicht, in welchem ich mich auch noch selbst kommentieren muĂź! Also sehr viel schlimmer kann’s nun doch nicht mehr kommen. Oder doch?


Moppel allein Zuhaus

Ich schaue aus dem Fenster raus,
ein Ufo steht im Garten.
Es ist so hoch wie Nachbars Haus
und schien auf was zu warten.

Nun öffnet sich bei ihm der Bauch,
es dampft aus allen Poren,...
und stinken tut das Ufo auch,
wär ich nur nie geboren.

Ich geh hinaus zur HintertĂĽr,
vorm Fenster bleib ich stehen.
Ich schau ins Haus und denke mir,
sie konnten dich nicht sehen !

Beruhigt geh ich dann Retour,
sitz glĂĽcklich in der KĂĽche,
dann mix ich mir nen Whisky pur
und scheiss auf die GerĂĽche.

........................................

Ich schaue aus dem Fenster raus,
mein Garten ist verschwunden,
und irgendwie, des Nachbars Haus
hab ich auch nicht gefunden.

Wars vorhin oder jetzt ein Traum ?
Es regt sich mein Gewissen,
jedoch den schönen Apfelbaum
werd ich bestimmt vermissen !

Nun tret ich durch die HintertĂĽr
und bleib am Fenster stehen.
Ich schau, wie anders wird nun mir,
ich konnt mich selber sehen.

Da gieĂźt sich ich den Whisky ein,
ich seh mich fragend an.
Das kann ja wohl nicht Warzenschwein,
ist das ein toller Mann !

.......................................

Verwundert geh ich dann Retour,
....nanu, die TĂĽr ist offen ?!
Dann find ich wieder mich im Flur
und auch noch pottbesoffen.

Da stinkt es plötzlich wieder so,
ein Schreck fährt durch die Glieder.
Das Ufo sitzt auf meinem Klo,...
und es riecht nicht nach Flieder !

.......................................

Bang seh ich aus dem Fenster raus,
der Nachbär mäht, mein Apfelbaum
sah niemals fĂĽr mich besser aus.
Ein Prost auf meinen nächsten Traum !

                 Toternster Moppel
 

Horch, was kommt von drauĂźen rein ? Das hier beschriebene Parodoxon ist mir wirklich passiert. Allerdings ohne Ufo. Und der Apfelbaum ist ein Fliederbusch, aber solche Ausreden kennen wir ja zur GenĂĽge, ... als dichterische Freiheit. *uff


Also ich hab acht gezählt. Wieder am Ende, und warum ? Weil die Geschichten irgendwie immer länger werden. Mal schaun, ob ich da noch etwas finde,...  man sieht sich also auf der nächsten Seite.  *zwinker

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